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Unterwasserrugby Torpedo Dresden

c/o Thomas Jordan, Hauptstraße 85, 01920 Steina

SPIELBERICHT

18. April 2010

4. Spieltag 1. Bundesliga Nord in Dresden
SENSATIONELLER ABSCHLUSS IN DRESDEN

Es war soweit: der letzte und alles entscheidende Spieltag der Saison war gekommen. Wir hatten Heimrecht, mussten aber vier Spiele bestreiten. Durch die kurzfristige Absage des TC Hannover fielen drei Spiele aus, was uns drei Spiele in Folge mit jeweils nur 30 min Pause bescherte. Glücklicher Weise hatte die Absage der Hannoveraner keinen Einfluss auf den Abstiegskampf. Wir mussten auf jeden Fall gegen Hamburg gewinnen, um uns für die Relegation zu qualifizieren und nicht direkt abzusteigen. Bis auf zwei krankheitsbedingte Absagen konnten wir mit unserer Bestbesetzung antreten:

Im ersten Spiel ging es wie beim letzten gegen Göttingen. Diesmal besser vorbereitet gingen wir zuversichtlich ins Spiel. Wir gerieten jedoch gleich in die Defensive und mussten dann auch in dieser ersten Angriffsphase, die etwa fünf Minuten dauerte, ein Gegentor hinnehmen, nachdem die Verteidigung komplett aufgetaucht war. Von diesem Rückschlag ließen wir uns aber nicht beeindrucken und spielten eine lange Phase vor dem Tor der Göttinger; nach einem Ballverlust am Korb ging es dann wieder zurück. Im ersten Forechecking konnte der Ball sofort wiedergewonnen werden, und die Göttinger, die noch in der Vorwärtsbewegung waren, kassierten durch einen Konter von Tobi das Gegentor auf den leeren Korb, da der abgetauchte Verteidiger sich von ihm überspielen ließ. Im weiteren Verlauf gestaltete sich das Spiel bis zur Halbzeit jetzt sehr offen. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns deutlicher vor dem Göttinger Tor zeigen und festsetzen. Mehrere Chancen, um in Führung zu gehen, ließen wir ungenutzt. Die beste vergab Peter Jordan, als er auf den freien Korb zuschwamm, aber ein „µ“ zu langsam war. So endete das Spiel am Ende mit einem 1:1 Unentschieden. Der erste Erfolg des Spieltags gab Motivation für das kommende, entscheidende Spiel gegen die Hamburger.

Jetzt hieß es: volle Konzentration und Einsatz im Spiel gegen Hamburg. Das Spiel begann erstmal in der Defensive. Die Hamburger spielten in der Ecke ohne groß anzugreifen. Der erste Ballverlust führte dann zu unserem ersten Angriff, der gleich erfolgreich zum 1:0 umgesetzt werden konnte. Jonas hatte es geschafft, noch vor dem Hamburger Torwart das Tor zu belegen und konnte nach dem Anspiel von Dirk den Ball souverän in den Korb drücken. Beflügelt von der frühen Führung legte Jonas zwei Minuten später nach schönem Zusammenspiel mit Lars gleich nach. Nach einer weiteren schönen Einzelaktion und einem herausgespielten Tor mit Jonas stand es zur Halbzeit bereits 4:0. Die Hamburger Angriffsbemühungen beschränkten sich zumeist auf das Ballhalten in der Ecke; richtig Torgefährlich wurden sie selten. In der zweiten Halbzeit ließen wir es jetzt lockerer angehen, da das Spiel quasi entschieden war und wir damit für die noch ausstehenden zwei Spiele Kräfte sparen konnten. Die Hamburger hatten zu Beginn mehr Spielanteile und hielten den Ball sehr lange in ihren Reihen, wurden aber wieder nicht richtig torgefährlich. Unsere eigenen Angriffe führten dann zum 5:0, das Tobi quasi in Kopie zum ersten Tor machte. Zu guter Letzt sorgte Lars mit einem Tor in typischer Wühlmanier zum verdienten 6:0 Endstand. Die Relegation war geschafft. Damit, dass das Spiel so deutlich zu unseren Gunsten ausfallen wird, hat zu Beginn keiner gerechnet.

Im dritten Spiel erwarteten uns die Paderborner, die frisch aufspielten und uns in gewohnter Weise unter Druck setzten. Das Spiel wurde wie immer recht körperbetont. Und da es ja unser Lieblingsgegner war, haben wir auch nicht nachgegeben. So ging es in der ersten Halbzeit recht munter hin und her mit guten Chancen auf beiden Seiten, aber leichten Vorteilen für die Paderborner. In der zweiten Halbzeit kamen wir besser ins Spiel und konnten die Paderborner stärker unter Druck setzen. Einen Ballverlust und anschließenden Tempogegenstoß konnten die Paderborner souverän zum 1:0 verwandeln. Das Gegentor hat uns jetzt nochmal richtig motiviert, so dass wir kurze Zeit später durch Nils zum 1:1 Ausgleich kamen. Dieses Tor fiel wieder wie das erste gegen Hamburg. Das Spiel wurde sehr hitzig, da wir nun auf den Führungstreffer drängten. Einen Konter mit Eins-gegen-Eins Situation konnte Tobi leider nicht unterbringen, genauso wie Nils eine weitere Großchance vertat da er das Anspiel nicht gesehen hat. So endete das anstrengende Spiel mit 1:1 Unentschieden. Für uns ein weiterer Erfolg und auf der Tribüne wurde auch gejubelt. Dies waren aber die Göttinger, die durch das Unentschieden die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften jetzt selber in der Hand hatten. Bei einem Sieg gegen Hamburg wären sie qualifiziert. Dies schafften sie dann auch mit einem souveränen 10:0 Sieg.

Das letzte Spiel des Tages – für uns das vierte, für die Berliner das erste – versprach keine Überraschungen. Die Berliner zwar nur zu siebt angereist setzten uns gleich gehörig unter Druck. Als dann das erste Tor fiel blieb die Hupe stumm; alle wunderten sich. Die Aufklärung folgte auf den Fuß. Die Anlage hatte einen Wassereinbruch im Vorderdeck gehabt, was die Elektrik sehr verstörte. Das Tor wurde auch nicht gegeben, da der Schiedsrichter schon vorher wegen eines Stürmerfouls abgehupt hatte. Es hatte nur keiner gehört – die Hupe war ja still. Nach einigen Minuten Pause mit Notentwässerung der Anlage ging das Spiel jetzt mit Metallklöppeln als Hilfshupe weiter, da die Hupe noch etwas heiser war. Die Berliner spielten unbeirrt weiter, und es dauerte nicht lang bis ihnen das nächste Tor gelang, was dann auch zählte. Es folgten diesem Tor noch weiter elf, die meisten auf den leeren Korb oder gegen den allein gelassenen Torwart. Man merkte doch deutlich, dass wir bereits drei Spiele hintereinander in den Knochen hatten. Die Partie endete 12:0 ohne nennenswerte Angriffssituationen von uns.

Fazit vom Spieltag: Drei Spiele, fünf Punkte, Hamburg mit 6:0 geschlagen. Das war eindeutig der beste Spieltag der Saison. Wir haben gezeigt, dass wir in der ersten Liga nicht hinterherschwimmen und -spielen. Vier Unentschieden und einen Sieg sind die Bilanz unserer besten Saison der Vereinsgeschichte. Die Niederlage gegen Hannover beim ersten Spieltag war mehr als unglücklich. Jetzt heißt es, die Relegation gegen Lübeck erfolgreich zu bestreiten und in der nächsten Saison voll anzugreifen und an diese Erfolge anzuknüpfen.

Nils


Die Ergebnisse dieses Spieltages:

Waspo Göttingen  : Torpedo Dresden   1 : 1
PSV Paderborn  : TC Hannover   20 : 0
DUC Hamburg  : Torpedo Dresden   0 : 6
BUR Berlin  : TC Hannover   20 : 0
PSV Paderborn  : Torpedo Dresden   1 : 1
DUC Hamburg  : Waspo Göttingen   0 : 10
BUR Berlin  : Torpedo Dresden   12 : 0
TC Hannover  : Waspo Göttingen   0 : 20

Torschützen:

Waspo Göttingen : Torpedo Dresden
Tobias Blechschmidt     1

DUC Hamburg : Torpedo Dresden
Jonas Stiller     2
Nils Stiller     2
Lars Richter     1
Tobias Blechschmidt     1

PSV Paderborn : Torpedo Dresden
Nils Stiller     1

BUR Berlin : Torpedo Dresden
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