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Unterwasserrugby Torpedo Dresden

c/o Thomas Jordan, Hauptstraße 85, 01920 Steina

SPIELBERICHT

14. März 2010

3. Spieltag 1. Bundesliga Nord in Göttingen
SENSATIONSERFOLG GEGEN HANNOVER

Nachdem wir im Januar spielfrei hatten, ging es für uns jetzt wieder in die Ferne. Da der Spielbeginn erst zu mittäglicher Stunde angesetzt war konnten wir ganz entspannt losfahren. Das ausgiebige Geburtstagsfrühstück um 6.00 Uhr bei Lars haben wir uns dann doch verkniffen, um ausgeschlafen anzukommen. In Göttingen erwarteten uns drei Spiele gegen die Gastgeber, Paderborn und Hannover.

Unser Team:

Das erste Spiel begann etwas chaotisch, nachdem ein ausreichendes Einschwimmen nicht möglich war. Es fehlte hier und da die Luft, was den Spielfluss hemmte. Nach ein paar Minuten hatten wir im Angriff die Chance, in Führung zu gehen, als Falk sich auf dem gegnerischen Korb platzieren konnte. Den ihm direkt auf die Brust gespielten Pass konnte er nicht unter Kontrolle und in den Korb bringen. Die Göttinger kamen zusehends besser ins Spiel und konnten sich vorne Chancen erspielen, und gingen durch eine schöne Passkombination, mit der der Verteidiger ausgespielt wurde, in Führung. Die nachfolgende Unruhe bei uns nutzten sie prompt zum 2:0. Infolgedessen wurde unser Spiel immer hektischer, und wir spielten viele Fehlpässe, so dass weitere Angriffsbemühungen von uns für die Gastgeber leicht zu verteidigen waren. Einen schlechten Torwartwechsel kurz vor der Pause nutzten sie konsequent zum 3:0. Wir gingen also mit einem deutlichen Rückstand in die zweite Hälfte. Nach dem Seitenwechsel konzentrierten wir uns auf Schadensbegrenzung und versuchten in der Abwehr keine leichten Chancen mehr zuzulassen. So war die zweite Halbzeit auch deutlich ausgeglichener. Und peu a peu konnten wir uns vorne festsetzen und die Göttinger unter Druck setzen. Unsere allgemeine Abschlussschwäche kam mal wieder zum tragen und wir konnten keine Bälle im Korb versenken. Kurz vor Schluss kassierten wir noch den 4:0 Treffer zum Endstand. In den drei Spielen Pause musste schnellstens ergründet werden, was zu verbessern ist.

Zum zweiten Spiel wurde die komplette Aufstellung und Taktik verändert, um mehr Druck nach vorne zu haben. Ähnlich wie in Hannover gelang dies auch sehr gut, so dass wir phasenweise das Spiel bestimmen konnten. Die Paderborner ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und konnten Mitte der ersten Halbzeit in Führung gehen, nachdem die Abwehr gepennt hat. Anschließend setzten sie uns stärker unter Druck. Einen wegen Festhaltens am Korb gegen uns gepfiffenen Strafstoß konnte Lars souverän entschärfen. Die Paderborner fingen zum Ende der Halbzeit an, viel zu klammern, und wir ließen uns leider darauf ein, so dass es zu keiner weiteren Spielentwicklung kam. Die zweite Halbzeit gestaltete sich sehr offen mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Nils die beste Chance zum Ausgleich ungenutzt ließ. Fünf Minuten vor Ende gelang den Paderbornern der Ausbau der Führung durch einen Wechselfehler in der Verteidigung. Eine Minute vor Schluss kassierte Nils noch eine Zwei-Minutenstrafe wegen überhartem Spiel. Bei der anschließenden Überzahl konnten die Paderborner quasi mit dem Schlusspfiff das dritte Tor schießen, so dass das Spiel schließlich mit einer 3:0-Niederlage endete. Die Änderung der Aufstellung hat sich aber positiv auf unser Spiel ausgewirkt, und wir konnten phasenweise das Spiel kontrollieren, fehlen nur die Tore!

Im dritten und letzten Spiel des Tages ging es für uns gegen die Hannoveraner, gegen die wir im großen Becken so unglücklich mit 1:0 verloren haben. Gegen Hamburg hatten sie vorher nur knapp mit 1:0 gewonnen, dementsprechend motiviert begannen wir das Spiel. Zu Beginn setzten uns die Hannoveraner stark unter Druck und konnten uns bis zur fünften Spielminute am eigenen Korb beschäftigen, ohne dass wir entscheidend in Ballbesitz kommen konnten. Als es uns dann gelang, den Ball zu erobern, konnten wir bis zur Halbzeitpause den Ball behaupten und uns vor dem Korb der Niedersachsen festsetzen. Erfreulich war, dass es uns wirklich gelang den Ball die ganze Zeit zu halten und keine sinnlosen Ballverluste zu produzieren. Die zweite Halbzeit begann wie die erste, nur konnten wir eher in den Ballbesitz kommen und die Hannoveraner am eigenen Korb beschäftigen. In einer Drangphase der Niedersachsen gelang Tobi in unserer Hälfte ein Ballgewinn in der Vorwärtsbewegung der Gegner. Das Anspiel konnte Nils mit einem Konter und einer Eins-Gegen-Eins-Situation zur 1:0-Führung für die Dresdener nutzen. Jetzt hieß die Devise acht Minuten Powerplay überstehen und die Führung über die Zeit zu retten. Die Phase unmittelbar nach der Führung wurde sehr brenzlig, wir konnten sie jedoch mit aller Kraft meistern und hatten sogar noch einige Chancen zum 2:0, konnten diese aber nicht umsetzen. Dann passierte dass, was eigentlich nie passieren soll: ein Wechselfehler. Es kam wie es kommen mußte, die Hannoveraner konnten ihre Überzahl kurz vor Ablauf nutzen und zum 1:1 ausgleichen. In den verbleibenden drei Minuten setzten die Hannoveraner uns immer stärker unter Druck. Als wir fünf Sekunden vor Ende einen Freistoß für uns zugesprochen bekamen, war klar, wir haben im Rückspiel ein Unentschieden geschafft.

Fazit vom Spieltag: Das erste Spiel war wie immer vermurkst. Im zweiten Spiel konnten wir uns deutlich steigern. Im dritten Spiel gelang uns dann nach dem ersten Spieltag die zweite Sensation in dieser Saison: ein 1:1 gegen Hannover, und ein Sieg wär auch drin gewesen. Unsere Abschlussschwäche blieb klar und deutlich erkennbar: Zum gewinnen muss man seine Chancen auch in Tore umwandeln. Ausblick für den letzten Spieltag: Wir haben noch vier Spiele. Davon drei Endspiele. Mit einem Sieg gegen Hamburg können wir uns in die Relegation retten.

Bis dahin
Nils


Die Ergebnisse dieses Spieltages:

Waspo Göttingen  : Torpedo Dresden   4 : 0
BUR Berlin  : PSV Paderborn   12 : 2
TC Hannover  : DUC Hamburg   1 : 0
BUR Berlin  : Waspo Göttingen   7 : 1
PSV Paderborn  : Torpedo Dresden   3 : 0
BUR Berlin  : DUC Hamburg   11 : 1
TC Hannover  : Torpedo Dresden   1 : 1

Torschützen:

Waspo Göttingen : Torpedo Dresden
-

PSV Paderborn : Torpedo Dresden
-

TC Hannover : Torpedo Dresden
Nils Stiller     1





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