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Unterwasserrugby Torpedo Dresden

c/o Thomas Jordan, Hauptstraße 85, 01920 Steina

SPIELBERICHT

16./17. Juli 2005

Bierpokal in Pfungstadt
SECHSTER PLATZ BEIM BIERPOKAL

Das diesjährige Pfungstädter Turnier stand wie immer voll im Zeichen des Bieres. Wieso ich dahin immer mitfahre ist mir etwas unklar. Aber trotzdem gibt es sicher noch ein paar andere trinkfeste Torpedos, die sich über Freibier auch freuen würden. Nichtsdestotrotz hatten wir mit Frank, Nils und Ralf drei Experten auf diesem Gebiet dabei. Verstärkt wurde dieses alkoholische Grundgerüst durch die Weinkennerin Beate, die Radlerin Heide, den Zwickauer Nachwuchs-Milchtrinkern Sebastian und Nick, dem Gießener Gesundheitsgetränke-Experten Tobias und dem Brausetrinker Thomas. Gespielt wurde mit folgender Aufstellung: Heide, Beate, und Tobias auf dem Tor, Nils, Frank und Nick als Dackel und Ralf, Sebastian und Thomas im Sturm. Mit diesem neunköpfigen Team starteten wir bei bestem Wetter in das Turnier, deren Vorrunde nach dem Dresdner System für die neun Mannschaften gestaltet wurde. So hatten wir am Sonnabend vier Vorrundenspiele.

Im ersten Spiel gegen Mannheim begannen wir sofort, unsere erfolgreiche BOT-Taktik fortzusetzen. Wir spielten druckvoll und zwangen dem Gegner durch starkes Forechecking unser Spiel auf. Das klappte ganz gut bis zum 1:0 durch Thomas. Danach haben wir aber auf einmal den Faden verloren und der Gegner hatte viel mehr Platz und Möglichkeiten, sein Spiel zu machen. So machte er dann noch drei Tore, wobei zwei davon auf eigene Fehler zurückzuführen sind. Wir haben dann nicht mehr so druckvolles Forechecking gemacht und es gleichzeitig nicht geschafft, hinten konzentrierter zu spielen und defensiv gut zu stehen. Das Resultat war das 1:3 wobei man sagen muß, daß, wenn wir die offensive Spielweise auch nach dem 1:0 durchgezogen hätten, dieses Spiel auch gewonnen hätten. Aber gut, das war unser erstes Spiel und der Anfang war nicht schlecht.

Im Spiel gegen Obertshausen kam es nicht zu den befürchteten Schlägereien im Wasser, aber trotzdem verloren wir mit 0:2. Dabei waren die beiden Tore geschenkt worden, denn einmal wurde ein Freiwurf mit einem Fehlpaß verspielt und das 0:2 war ein Strafstoß. Ansonsten haben wir kämpferisch sehr gut gespielt und stark gegengehalten.

Das dritte Spiel gegen Gelnhausen wurde dann klar mit 6:1 gewonnen. Schon im Vorfeld war zu sehen, daß Gelnhausen nicht das stärkste Team des Turniers war und so konnten Nils, Nick, Frank, 2x Tobias und Thomas die Tore machen. Auch hier wurde wieder aggressiv nach vorne gespielt und durch Pressing der Gegner zu Ballverlusten und Fehlern gezwungen. Aber wir haben uns auch wieder dem Gegner angepaßt und oftmals zu hektisch gespielt.

Im letzten Spiel gegen Heilbronn wollten wir es noch einmal wissen, aber wieder zeigten wir unser gutes Spiel nur in der ersten Häfte. Durch Sebastian gingen wir mit 1:0 in Führung. Aber im weiteren Verlauf schwanden die Kräfte, das Spiel spielte sich oftmals nur an der Wasseroberfläche und mit Grüppchenbildung ab, und wir verloren den Faden. Dadurch kam Heilbronn etwas besser ins Spiel und gewann sogar am Ende mit 2:1. Schade.

Trotzdem zeigten alle Vorrundenspiele das Potential der Mannschaft, die erstmals so auftrat und sich hervorragend verkaufte. Mit diesen Ergebnissen haben wir in der Vorrunde den sechsten Platz erreicht und mit 8:8 Toren ein ausgeglichenes Torverhältnis erspielt. Sieger der Vorrunde waren die Old Boys von Felix Göteborg vor Obersthausen. Im anschließenden Bierwettrinken hatten wir im Kampf gegen die Schweden Ralf und Nils ins Rennen geschickt. Während die beiden am zweiten Spieltag ihre Leistung vom Vortag wieder abrufen konnten, konnte ich als Schiedsrichter bei den Schweden einen deutlichen Leistungsabfall erkennen. Die alten Männer haben am Sonnabend sehr souverän ihre Spiele gewonnen. Ohne große Hektik im Wasser zu machen, nutzen sie ihre klar erkennbaren körperlichen Größen- und Massenvorteile sicher aus. Da stimmte das Timing beim Abtauchen, jeder Paß kam sicher an und am Tor griff man dann massiv an. Am Sonntag sah das Halbfinale zwischen Duisburg und Göteborg etwas anders aus. Zu Beginn des Spiels machten die Schweden einen massiven starken Angriff und damit das 1:0. Aber dann verließ sie die Dominanz und man konnte Fehlpässe, Unkonzentriertheiten und Tauchfaulheit erkennen. Die Duisburger erspielten sich dann ein Übergewicht, und viele Chancen bekamen die großen Schweden nicht vom Tor. Es blieb beim 1:0 und Göteborg war im Finale.

Vorher hatten aber wir unser erstes Spiel, wieder gegen Heilbronn. Drei Mannschaften, jeder gegen jeden, spielten die Plätze fünf bis sieben aus. Im Spiel gegen Heilbronn begannen wir etwas schlechter und lagen nach einem Strafstoß und anschließendem Unterzahlspiel mit 0:2 zurück. Doch diesmal konnten wir unser auch in der zweiten Hälfte druckvolles Spiel fortsetzen und konnten das Spiel durch Tore von Frank (2x) und Tobias drehen und ein 3:3 Unentschieden erreichen. Das war eine ganz starke Leistung gewesen.

Das zweite Spiel gegen Mannheim wurde dann eine leichte, abgekarterte Sache. Wir gewannen mit 10:0 hatten aber nur bis zum 2:0 Gegenwehr zu erwarten. Trotzdem wir nun höher als Heilbronn gegen Mannheim gewannen, lagen wir im Kampf um Platz fünf mit Heilbronn gleichauf, denn in Pfungstadt wurden alle Spielstände bei 5:0 eingefroren. Somit kam es anschließend zu einem Strafstoßschießen gegen Heilbronn. Dabei konnten Tobias und Thomas ihre Strafstöße verwandeln. Leider schaffte es Ralf nicht, so daß dann der fünfte Platz an Heilbronn ging.

Trotzdem zeigte dieses Dresdner Rumpfteam mit Zwickauer und Gießener Verstärkung eine starke Leistung und bestätigte den neu entstandenen Offensivdrang bei gleichzeitiger Defensivnachlässigkeit. Weitere Erkennisse des Wochenendes sind, daß frische Socken ein Zeichen für gute Fitness sind, daß man trotz Radeberger-T-Shirt ein Pfungstadtbierfaß in Empfang nehmen und man trotz Tiefschutz schmerzhafte Verletzungen erleiden kann. Außerdem wurde wie immer viel dummes Zeug erzählt, was dazu führte, daß Nils' Vorschlag, für jeden dummen Spruch 50 Cent zu bezahlen, wegen prognostizierter Verarmung abgelehnt wurde.

Thomas






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