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Unterwasserrugby Torpedo Dresden

c/o Thomas Jordan, Hauptstraße 85, 01920 Steina

SPIELBERICHT

13. März 2005

4. Spieltag 1. Bundesliga Nord in Lübeck
TORPEDO-SAISONABSCHLUSS UNTER VORBEHALT

Pressemeldung:

Am 4. Spieltag der Unterwasser-Rugby-Bundesliga konnten die Torpedos aus Dresden das gute Ergebnis des letzten Spieltages nicht wiederholen. In Lübeck mußten sie gegen Hamburg, Hannover und Berlin drei Niederlagen einstecken. Besonders enttäuschend verlief das zweite Spiel gegen Hannover, das die Sachsen bis fünf Minuten vor dem Ende klar dominierten. Doch nach dem überraschenden Gegentor und einer verletzungsbedingten Auswechslung eines Torwarts mußten noch zwei weitere Gegentore zum Endstand von 0:3 kassiert werden. Besonders das Fehlen von Dirk Jobes an diesem Spieltag konnte in der Abwehr nicht vollständig kompensiert werden. Zusammen mit dem verletzungsbedingten Ausfall des Torwarts Lars Richter konnten die Torpedos im letzten Spiel gegen den deutschen Meister BUR Berlin die Konzentration nicht mehr aufrechterhalten und mußten eine bittere 0:15 Niederlage hinnehmen. Damit beenden die Dresdner diese Erstliga-Saison vor dem 5. Spieltag in Kiel, der für sie spielfrei ist. Als Vorletzter müssen sie nun hoffen, daß die Sporttaucher aus Berlin ihr letztes Spiel gegen Hannover verlieren, um diesen Platz halten zu können und die Relegation zu erreichen.


Torpedo-Bericht:

Zum letzten Spieltag nach Lübeck machte sich Torpedo mit etwas breiterer Brust auf und hoffte auf die weitere Umsetzung der in Hannover erfolgreich eingeführten Taktik. Leider konnte Dirk nicht dabei sein, was dieser Hoffnung aber schon im Wege stand.

Am Sonnabend trafen sich dann abends in der Lübecker Altstadt vier Torleute: Beate, Claudia, Wolli und Lars, vier Verteidiger: Frank, Holger, Arman und Jörg sowie vier Stürmer: Norbert, Ondra, Peter und Thomas. Diese 12 Spieler nannten sich Torpedo und wollten eigentlich in Lübeck aus Hannover Marzipan machen.

Doch der Reihe nach. Das erste Spiel am Sonntag war das gegen Hamburg. In diesem Spiel hatten wir noch keinen Druck, spielten aber doch recht offensiv und konnten uns Spielanteile erarbeiten. Aber im Rückzug offenbarten sich Schwächen, die besonders durch die schnellen Konter der Hamburger zu Tage traten. Dreimal haben sie es dann auch geschafft, ihre Angriffe zu vollenden. Aber wir haben in diesem Spiel besonders im Mittelfeld das bessere Forechecking, wie es in Hannover angedacht wurde, umsetzen und uns Chancen erarbeiten können. Auch waren wir so motiviert gewesen, daß uns die Hamburger als Gegner nicht mehr ausreichten und wir auch zeitweilige mit dem Hupkabel gespielt haben. Endstand 0:3 und der Blick ging zum nächsten Spiel.

Dieses sollte nun das wichtigste Spiel werden, und nach meiner Einschätzung haben wir zum großen Teil, nach dem wir die Anfangsoffensive der Hannoveraner überstanden haben, das Spiel kontrolliert. Wir haben uns viele Chancen richtig gut herausgespielt, konnten sie aber leider nicht nutzen. Das ganze lief für uns bis 24 Minuten und 27 Sekunden vor Schluß ganz gut. Dann machte Hannover das 0:1. Die Enttäuschung war erst einmal groß und noch größer, als wir gemerkt haben, daß wir das Spiel nicht so wie in Hannover umbiegen konnten. Hannover setzte nach und besiegte uns am Ende mit 3:0. Ein Ergebnis was meiner Meinung nach nur die letzten fünf Minuten des Spiels wiederspiegelt. Doch das zählt leider nicht. Zu allem Unglück verletzte sich Lars nach dem 0:2 und zog sich dabei eine Rißwunde auf der Stirn zu, die mit zwei Stichen genäht werden mußte und ihn zum Aufhören zwang. Man hat in diesem Spiel gemerkt, daß es schon möglich ist, einen Gegner unter Druck zu setzen und selbst das Spiel zu machen, wenn man nur überzeugt ist, daß man dazu fähig ist. Leider fehlen die Tore dabei. Nach dem 0:1 schlug diese Haltung um und Hannover wußte, daß sie dazu fähig waren. Schade.

Im letzten Spiel gegen den Deutschen Meister wollten sich die Berliner auch nicht Lumpen lassen und schlugen uns 15:0. Dirk und Lars waren nicht zu ersetzen, die Motivation war gesunken und die Konzentration auf dem Tiefpunkt. Über die Art und Weise unseres Spiels möchte ich gar nicht so viel schreiben. Wir haben es den Berlinern, ob Meister oder nicht, teilweise sehr einfach gemacht. Vorn wurden die Bälle unkonzentriert verloren und hinten stimmte die Abstimmung nicht immer.

Damit haben wir etwas bedrückt die Saison in Lübeck beendet und müssen jetzt abwarten, wie der Sporttaucher in Kiel seine letzten Spiele, besonders das gegen Hannover, bestreitet. Einerseits würden wir ihnen einen Erfolg gönnen, andererseits würden wir einen hannoverschen Sieg lieber sehen.

Trotz der enttäuschenden Ergebnisse von Lübeck können wir, wenn wir die komplette Saison betrachten, sehr zufrieden sein. Wir haben mit minimalem Aufwand (zwei Tore) drei Punkte geholt. Vor zwei Jahren haben wir mit drei Toren Null Punkte geholt. Wir haben nur ein Spiel zweistellig verloren und sonst gesehen, daß außer einem 0:15, 0:9 und 0:7 keine großen Klassenunterschiede zu sehen waren. Die Altersstruktur der Liga-Konkurrenten betrachtend, muß man ebenso feststellen, daß wir vielleicht noch die meisten Reserven haben. Doch trotzdem können wir nicht auf Leute wie Wolli, Dirk und Lars verzichten, wir können sie einfach nicht ersetzen.

Und nun freuen wir uns noch ein paar Wochen über den vorletzten Platz!

Thomas J.


Kommentar:

Das erste Tor von Hannover haben wir dadurch kassiert, daß wir uns bei einem Freiwurf (gegen uns? bin mir nicht mehr sicher, ob wir den nicht sogar selber vergeigt haben) überrumpeln lassen haben. Hannover hat den Freiwurf sehr schnell und konsequent ausgeführt. Danach haben wir einfach nicht schnell genug ins Spiel zurückgefunden und es fiel sehr schnell das zweite Tor. Und das dritte Tor war eine direkte Folge von Lars' Verletzung - die Hannoveraner haben das mit Lars' Flucht aus dem Wasser verbundene Chaos gleich eiskalt ausgenutzt (im Fußball wäre wohl soetwas, trotz Hoyzer, ;-) nicht passiert).

Von den Schiedsrichterleistungen bin ich auch wieder begeistert. Obwohl die Schieris doch recht unparteiisch waren bzw. sogar im Spiel gegen den BUR einige angebliche Fouls unsererseits wohlwollend übersehen haben wollen, frage ich mich, wie es sein kann, dass ein Spielleiter die zweite Halbzeit anhupt wenn die Spieler noch gar nicht richtig im Wasser sind und ohne vorher auf den kommenden Spielbeginn hinzuweisen (Spiel gegen Hamburg, die Hamburger haben das bestätigt). Oder wenn unsere Torfrau durch das Hup-Kabel fast stranguliert wird, andere Spieler auch noch im Kabel verfizzt sind und der UW-Schieri trotzdem kein gefährliches Spiel erkannt haben will - hinterher aber uns der Vorwurf gemacht wird, wir hätten am Kabel gezogen (naja klar, um uns zu befreien) und das eigentlich zu einer Strafe gegen uns hätte führen müssen.

Ich ärgere mich über das BUR-Spiel mehr als über das eigentlich tragischere Hannover-Spiel, weil der BUR wirklich echt miserabel gespielt und die vielen Tore nicht verdient hat (die haben doch einfach die Situation ausgenutzt, dass wir zwei Torfrauen hatten).

Norbert


Die Ergebnisse dieses Spieltages:

LTV Bremen  : TC Hannover   1:0
Torpedo Dresden  : DUC Hamburg   0:3
DUC Lübeck  : BUR Berlin   0:8
LTV Bremen  : DUC Hamburg   3:0
Torpedo Dresden  : TC Hannover   0:3
LTV Bremen  : BUR Berlin   0:1
DUC Lübeck  : DUC Hamburg   1:0
Torpedo Dresden  : BUR Berlin   0:15
TC Hannover  : DUC Hamburg   0:1

Torschützen:

Torpedo Dresden : DUC Hamburg
-

Torpedo Dresden : TC Hannover
-

Torpedo Dresden : BUR Berlin
-





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