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Unterwasserrugby Torpedo Dresden

c/o Thomas Jordan, Hauptstraße 85, 01920 Steina

SPIELBERICHT

15. Februar 2005

Wasserball gegen Unterwasserrugby in Potsdam
TORPEDO-SPORTTAUCHER-POWER OHNE GRENZEN

Pressemeldung:

Am 15. Februar 2005 wurde in der Schwimmhalle am Brauhausberg in Potsdam die Wasserball-Runde des ungewöhnlichen Vergleiches "Wasserball gegen Unterwasserrugby" ausgetragen. Spielerinnen der Wasserball-Sektion des OSC Potsdam haben die Unterwasserrugby-Spieler von Sporttaucher Berlin und Torpedo Dresden herausgefordert. In der Wasserballrunde am 15. Februar spielten die Unterwasserrugby-Spieler zum ersten Mal Wasserball. Trotzdem konnten sich die Spieler gegen die Wasserballerinnen gut behaupten und verloren ehrenvoll mit 7:17 - im Vorfeld wurde bereits ein großes Desaster mit 0:30 befürchtet. Eshat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht, und es wird bereits über eine weitere Wasserballrunde beraten. Die Revanche im Unterwasserrugby wird am 25. Februar in Berlin Zehlendorf stattfinden. Dann werden die Wasserballerinnen die ihnen noch unbekannte Sportart Unterwasserrugby eingehend kennenlernen können.


Torpedo-Bericht:

Halleluja !

Um sich etwas fit zu halten, hat Norbert einige Schnecken aus der Potsdamer Wasserball-Szene angegraben. Offenbar waren diese derart von seinem Aussehen und seiner Statur begeistert, daß sie ihn und seine Leute zu zwei Spielen herausgefordert haben: eins im Wasserball in Potsdam, das andere im Rugby in der Hauptstadt.

Norbert und ich mußten uns zu diesem Zweck mit den Sporttauchern verbrüdern, und gestern abend fand das Wasserball-Spiel in Potsdam statt: in einem normal tiefen, 20m langen Schwimmbecken. Leider ist Norbert vor lauter Aufregung vor soviel Weiblichkeit gleich richtig krank geworden, so daß ich als einziger Torpedo-Exponent die Fahne hochhalten mußte, sehr schade. Insgesamt waren wir mit zwei weiblichen und sieben männlichen Spielern angetreten, zwei konnten also immer auf der Auswechselbank sitzen bzw. neben der Auswechselleine schwimmen. Anfangs wurden wir kurz in die Regeln eingeweiht und durften uns warmschwimmen; dann ging's los über eine Zeit von 2 x 9 Minuten.

Zu Anfang waren wir etwas konfus aufgestellt, hatten auch noch nicht das richtige Raumgefühl. Im Gegensatz zum Rugby kann man den Ball hier über weite Strecken über Wasser werfen, so daß eine Raumdeckung ziemlich sinnlos ist, man muß hart am Mann bzw. an der Frau bleiben. Nachdem wir das internalisiert hatten, lief es etwas besser. Irgendwie war aber trotzdem kein Durchkommen am gegnerischen Tor, und daher habe ich mal kurzzeitig meinen Verstand (so etwas exisitiert tatsächlich!) eingeschaltet, welcher mir sagte, daß man es einfach mal aus der zweiten Reihe probieren müßte. Yipppieeehhh, das erste unserer 7 (sieben, SIEBEN !!!) Tore war ein Torpedo!

Unsere Hauptschwierigkeiten bestanden eigentlich in der korrekten Spielweise — häufig wurden wir wegen Fouls abgepfiffen. Beispielsweise darf der Ball nicht unter Wasser gehalten werden. Mache ich es trotzdem, wozu schon ausreicht, daß der Gegner meinen Arm mit dem Ball unter Wasser drückt, ohne daß ich ihn loslasse, so ist es ein Foul für meine Mannschaft. Gewöhnungsbedürftig.

In der zweiten Halbzeit kamen wir immer besser ins Spiel. Gönnerhaft wurde uns zugestanden, mit einem Spieler mehr zu spielen, so daß wir bei kluger Spielweise dann häufiger frei standen. Mit den torpedohaften Toren klappte es dann leider nicht mehr so, dafür haben einige Sporttaucher den Ball richtig ins Tor getragen, auch recht sehenswert.

Sebastian konnte seine Rugby-Herkunft doch nicht so ganz verbergen: um sich einmal frei zu stellen und seiner Bewacherin zu entwischen, tauchte er einfach 10 m und woanders wieder auf. So konnte er sich bei der Ballannahme etwas Zeit lassen und versenkte die Pille dann postwendend. Schöner Schachzug!

Was mich sehr beeindruckte war der Umstand, daß ich den Eindruck hatte, daß die Potsdamer Wasserball-Nixen zum Schluß konditionelle Probleme zu haben schienen, jedenfalls waren sie bei weitem nicht mehr so schwimmfreudig wie noch zu Anfang.

Wir haben zwar mit 17:7 verloren, ich hatte aber nicht das Gefühl, daß wir plattgemacht würden. Auf jeden Fall eine sehr gute Ausgangsbasis für das Rückspiel im Rugby. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Ernas in einem tiefen Becken sieben Körbe legen!

Der Hauptstadt-Torpedo (Arman)




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