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Unterwasserrugby Torpedo Dresden

c/o Thomas Jordan, Hauptstraße 85, 01920 Steina

SPIELBERICHT

19./20. Januar 2002

Neujahrsturnier in Göttingen
SAGENHAFTER SECHSTER PLATZ

Bevor ich wieder jemanden vergesse, beginne ich mit den Mannschaftsmitgliedern. In Göttingen dabei waren: Heide, Antje, Ronny, Thomas R. und Thomas J., Norbert, Jörg, Mark, Wolli, Falk, Dirk, Frank, Holger, Micha R. Leider konnte Jens nicht mehr mitkommen, weil der Bus zu klein geworden ist.

So ging es für die Dresdner Fraktion Sonnabend 6.30 Uhr los, nachdem Wolli bei wildfremden Leuten noch Telefonterror veranstaltete, um den Mark zu erreichen. In Göttingen waren elf Mannschaften am Start, Mannschaft Nummer zwölf (Schweiz) hatte abgesagt, und so spielten wir in der 6er Gruppe zusammen mit Göttingen I, Mainz, Bonn, Gießen und... na wer fehlt noch? ...natürlich unsere Freunde und Sparringspartner aus Paderborn.

Das erste Spiel gegen Bonn lief so wie fast alle Dresdner Startspiele; Konfusion, wenig Ordnung und keine richtige Mannschaftsaufstellung. So verloren wir dieses Spiel auch mit 1:0. Alle waren der Meinung, daß das zu verhindern war bzw. wir mindestens ein Unentschieden erreicht hätten. Später stellte sich heraus, daß Bonn sehr stark wurde und am Ende den dritten Platz belegte. Im nächsten Spiel hieß der Gegner Mainz. Die Mannschaft war nicht so gut und wir gewannen mit 3:0 durch Tore von Thomas J. und zweimal Dirk. Danach kam es wieder zum Klassiker: TORPEDO : PADERBORN. Wir hatten die letzten 5 Spiele gegen Paderborn gewonnen und diese Serie sollte fortgesetzt werden. Es wurde auch wieder, wie bei alle Klassikern, ein ganz enges Spiel. Mark nutzte mit einem schnellen Konter einen Fehler der Paderborner Abwehr aus und versenkte den Ball im leeren Tor. Dann wurde es wieder eng und zum Schluß gab es auch einen Strafstoß gegen uns. Nachdem Falk den ersten Versuch abgewehrt hatte aber zu weit weg vom Tor war, mußte der Strafstoß dann gegen Dirk wiederholt werden. Und auf ihn ist in solchen Angelegenheiten immer Verlaß, so daß wir das 1:0 nach Hause schaukelten. Sieg Nummer 2. Wahrscheinlich als einzigste Mannschaft nutzten wir die Möglichkeit Spieler während des Spiels einzuwechseln, so daß alle Torpedos spielen konnten. Ich glaube der Wolli ist der Einzigste gewesen, der alle Spiele komplett mitgemacht hatte und dann auch teilweise ohne einen Wechselpartner. Im anschließenden Spiel gegen Gießen sahen wir dann nicht mehr so gut aus und verloren mit 2:0. Mit dieser Niederlage haben wir uns dann aber die Unterstützung der Gießener im Spiel gegen Göttingen I gesichert. In diesem Spiel gegen den amtierenden Hochschulmeister haben wir uns gebessert und die Göttinger eigentlich kontrolliert. So fiel das 1:0 dann nach einer guten Kombination vor dem Göttinger Tor durch Thomas J. In diesem Spiel ist es auch nicht mehr knapp geworden und wenn die Zeitmeßanlage nicht gesponnen hätte, hätte Falks Tor zum Schluß auch noch gegolten.

Mit diesem Sieg, dem dritten Rang und jubelnden Gießenern, die den zweiten Gruppenplatz belegten, stürzten wir uns ins Göttinger Nachtleben. Leider haben die Torpedos nicht den Anspruch in alternativen Wertungen des Turniers vorne mitzumischen, so daß die ersten schon recht zeitig die Kellerparty in PlattenDownTown Göttingen verließen. Dieses zeitige Gehen führte am Sonntag noch zu einem Eklat bei der Siegerehrung.

Zum zweiten Spieltag hatten wir das erste Spiel der Ausscheidungsrunde gegen den Tabellenvierten der B-Gruppe Göttingen II. Na ja , wer Göttingen I schlägt, der schlägt auch Göttingen II und so war es dann auch, als Dirk den Ball zum 1:0 Endstand versenkte. So bekamen wir dann die Chance, den 5. Platz gegen Connys Berliner zu erstreiten. Doch der "Beißer" wollte mehr und so schlugen sie uns leider mit 4:0. In diesem Spiel hatten unser Abwehrsystem nicht mehr so konsequent funktioniert, der Deckel war oft allein und der Dackel an der zu langen Leine.

Revanche können wir dann in der Liga an zwei Berliner Mannschaften üben.

Das witzige an diesem letzten Spiel war, wie sich später herausstellte, daß die fairste Mannschaft die unfairste Mannschaft des Turniers besiegt hatte. Dazu muß ich dann doch etwas sagen:

  1. Die Schiedsrichter-Entscheidungen waren alle sehr schlecht und so unverständlich, daß ich jetzt nicht mal mehr weiß, warum und wann wir Strafzeiten bekommen haben.
  2. Es kann doch bei dieser Sportart nicht sein, daß die fairste Mannschaft gegen die unfairste verliert, oder?
  3. Es ist doch auch als ein Sieg zu werten, diesen "Pokal" zu bekommen; wir werden ernster genommen!

Noch dazu wollten die Gießener bei der Siegerehrung den Pokal der Schlafmützen (Früheste Partyabgänger) unbedingt mit uns teilen. Am längsten haben wie immer die Florentiner durchgehalten, die wohl allein deswegen nach Göttingen kommen. Den Spruch des Siegerehrungsmenschen beim Aufruf von Torpedo Dresden: "...überraschend, wie stark Dresden geworden ist..." werden wir wohl bald nicht mehr hören, wenn es nicht mehr überraschend sein wird, daß wir zu den Favoriten zu gehören. :-))

Thomas J.


PS: Das mit dem letzten Platz in der Fairness-Wertung kann gar nicht sein: Wir haben die ganze Zeit nur in weiss gespielt. Folglich haben wir eine weisse Weste (bzw. Badehose) und irgendjemand wollte uns nur in Verruf bringen. Dafuer haben die Weichherzen aus Berlin jetzt ein Problem. Denn die 1.-Liga-Mannschaft lacht sich schon jetzt fast kaputt darueber, dass Berlin am allerbravsten gewesen sein soll.
Norbert






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