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Unterwasserrugby Torpedo Dresden

c/o Thomas Jordan, Hauptstraße 85, 01920 Steina

SPIELBERICHTE SAISON 2001/02

August 2002

HOCHWASSERSCHADEN IN DER TRAININGSHALLE

Kein Training für Torpedo Dresden möglich
Der überflutete Hauptbahnhof von Dresden.

Das Hochwasser in Dresden hat den Keller der Springer-Halle am Freiberger Platz, die einzige Trainingshalle unserer Mannschaft von Torpedo Dresden, überflutet. Dadurch ist die gesamte Elektrik ausgefallen und muß repariert werden. Jedoch ist der Zeitpunkt völlig unklar, weil erstens kein Geld dafüfur vorhanden ist und zweitens die Springerhalle von der Stadt nicht zu den wichtigeren Objekten gezählt wird, die saniert werden müssen. Und das alles zu unserer ersten Saison in der 1. Bundesliga, wo wir ganz besonders trainieren müssten.

Daher ist zur Zeit für uns kein normales Training möglich. Bis zur Schließung der Freibäder konnten wir diese als (eher ungeeignete und kalte) Ausweichmöglichkeit nutzen. Für ein weiteres Training müssen Trainingszeiten in anderen Hallen teuer erkauft werden. Daneben versuchen wir, zu so vielen Turnieren wie möglich zu fahren (was aber neben den Fahrtkosten vor allem eine Zeitfrage ist).

Wenn Sie uns unterstützen wollen, wenden Sie sich bitte an mail(AT)torpedo-dresden.de; wir würden uns auch über Spenden freuen.

Empfänger:Torpedo Dresden e.V.
Konto.:151001145
BLZ:85055142 (Stadtsparkasse Dresden)
Stichwort:Hochwasserhilfe

Vielen herzlichen Dank an alle, die uns mit Einladungen zu Turnieren und materieller Unterstützung geholfen haben!


Juli 2002

SOMMERTRAINING

Anhaltender Ansturm auf das Torpedo-Training im Freibad
Torpedo Dresden beim Training.

Nach dem Erfolg der letzten Saison erhalten selbst die Torpedo-Trainingsspiele im Freibad einen ungebremsten Zuspruch durch die zahlreichen Fans von Torpedo Dresden. Durch die ständig steigenden Zuschauerzahlen mußte schon nach größeren Schwimmbädern Ausschau gehalten werden. Die starke Anziehungskraft der Torpedo-Spiele wird von anderer Seite kräftig ausgenutzt: Neben dem Trainingsschwimbad entsteht z. Z. ein Freizeitpark.


29. Juli 2002

HÖHENTRAINING IST DOCH EIN ALTER HUT

Sportmedizin: Sensationelle Ergebnisse berichtet die Forschungsabteilung des Extremsportvereins Torpedo-Dresden e.V. (ExtremVital). Dadurch werden sämtliche Ergebnisse von 50 Jahren Sportmedizinforschung ad absurdum geführt (jaja, hätten die mal nicht immer nur abgeschrieben). Es konnte zweifelsfrei belegt werden, dass kurze, intensive TIEFEN-Trainigslager den klassisch bekannten HÖHEN-Trainigslagern um Welten überlegen sind. Experten rechen mit nun sich überstürzenden Bestleistungen in allen Beichen des Sport. Die Zuschauer können sich auf ungeahnte Rekorde gefasst machen.

FB


29. Juni 2002

Hochschulturnier in Bamberg
DÄMPFUNG

Diesmal muß ein Turnierbericht anders wie die anderen begonnen werden. Der torpedohafte Aufstieg hat einen Dämpfer erlitten. Das muß man sagen, wenn man die Diskussion der letzten Woche betrachtet. Und man muß zugeben, daß die Erwartungen eigentlich zu hoch gesteckt waren und der jugendliche Übermut die dollsten Blüte getrieben hat, auch bei mir! Wenn ich auch die kleine Ausrede habe, daß ich am Montag noch nicht alle Mannschaften kannte, die dabei sind. Aber dem Bamberger Team hatte ich da auch schon nicht viel Beachtung geschenkt. Nun können alle mit Recht jubeln, die vorher schon den Zeigefinger erhoben haben.

Um mal konkret zu werden: den 4. Platz des Vorjahres konnten wir nicht verbessern - wir belegten den 6. Platz unter zehn Mannschaften. Trozdem hatten wir nicht so schlecht gespielt. Wir hatten in einigen Spielen viel Pech gehabt, aber glücklicherweise gegen Bieleborn (unsere Paderborner Freunde) auch viel Glück. Der Turniermodus war meiner Meinung nach nicht sehr glücklich gewählt. Um an einem Tag die Meisterschaft auszuspielen, wären zwei Gruppen mit fünf Mannschaften und anschließenden Platzierungsspielen besser gewesen, als von 11.00 Uhr bis 23.30 Uhr 45 Spiele jeder gegen jeden auszutragen. Doch wir hatten glücklicherweise eine große Mannschaft (13 Spieler), so daß immer zwei aussetzen mußten (in meinem Fall "durften"). So bestritten wir nun angefangen vom zweiten bis zum 45. insgesamt neun Spiele je zwölf Minuten mit folgenden Gegnern und Ergebnissen:

Dresden - Darmstadt 0:1
der Anfang

Dresden - Bieleborn 1:0
Bieleborn war anfangs stärker, sie bekamen einen Strafstoß, den Dirk hielt, der Stürmer zog sich beim Strafstoß selbst die Flossen aus, um ein Foul vorzutäuschen; dann das Torpedo-Tor, das erste 4-Mann-Tor der TorpedoGeschichte, Lars, Wolli, Mark und Thomas J. hatten die Hand am Ball

Dresden - Göttingen 0:0
dieses Spiel gegen den amtierenden Meister wurde von uns dominiert, leider ohne Tor

Dresden - Bamberg 1:2
nach einer 1:0-Führung durch Micha und mehreren 130%igen Chancen gaben wir das Spiel kurz vor Schluß noch aus der Hand; die Offensive klappte bis auf's Verwandeln sehr gut, doch hier hat die Erfahrung der Älteren gefehlt, denn wir hätten ruhiger und defensiver nach der Führung spielen müssen; Bamberg hatte nur wenige Chancen, die sie aber nutzen konnten; großer Ärger bei mir, große Freude bei Bamberg

Dresden - Gießen 0:1
auch dieses Spiel ging verloren, der Paderborner Schiedsrichter mit der Verkeilen-im-Korb-Masche hat dieses Mode-Gehupe auch gegen Wolli angewendet und leider riß die Serie von Dirks gehaltenen Strafstößen

Dresden - Marburg 0:0
auch hier waren wir wieder besser, doch es gelang kein Tor; zu hektische Spielweise, zu überhastete Aktionen am Tor

Dresden - Aachen 0:1
laut Arman das erste Spiel, wo Torpedo wieder gekämpft hat und nicht nur rumdödelte

Dresden - Heidelberg 3:2
zur Stimmungsverbesserung die leichtesten Gegner zum Schluß, nach Holgers und Michas 2:0 kam das erste Gegentor, dann Dirks 3:1 und dann nochmal ein Gegentor; sehr hektische und offensive Spielweise mit offener Deckung; nach Thomas R. unser schlechtestes Spiel

Dresden - Würzburg 5:0
Würzburg, bis dahin ohne Punkt, bekam von uns auch keinen; Antje, Mark, Micha und zweimal Thomas J. sorgten dafür

Am Ende steht folgende Tabelle:

Platz Mannschaft Punkte Tore
1.Giessen16+16
2.Aachen15+12
3.Bamberg14+19
4.Darmstadt13+15
5.Göttingen9+1
6.Dresden8+3
7.Bielefeld/Paderborn7-1
8.Marburg5-6
9.Heidelberg3-15
10.Würzburg0-44

Gerade gegen Mannschaften, die wir schlagen mußten, haben wir nicht mehr so diszipliniert in der Deckung gespielt und durch fehlende Ruhe im Spiel so manchen Punkt verschenkt.

Trotzdem hat das Turnier Spaß gemacht, die Verpflegung war sehr gut, denn im Gegenteil zu Pfungstadt war alles umsonst (auch das leckere Pasta-Buffet). Ich hoffe Sebastian und Ruben als Neueinsteiger ist die Lust daran nicht vergangen, sie haben sich wirklich sehr gut geschlagen.

Thomas J.


22./23. Juni 2002

PFUNGSTÄDTER BIERPOKAL in PFUNGSTADT

Mit der größten Mannschaft, die anwesend war, trafen wir uns, aus allen Teilen der Republik gekommen, in Pfungstadt. 17 (!) Torpedos waren da, davon sind aber zwei fremdgegangen und haben für andere Mannschaften gespielt (der Vorstand von Torpedo Dresden ist gerade bei den Beratungen über Disziplinarmaßnahmen).

Bei wunderschönem Wetter schlugen wir unser Lager im Pfungstädter Freibad auf und studierten die Gegner. Bei insgesamt 10 Mannschaften wurde in zwei 5er-Gruppen gespielt - wir mußten gegen Konstanz, Duisburg, Bonn-Saarbrücken und Pfungstadt ran. Am Sonnabend konnten wir nur zwei Spiele austragen, die wir aber alle beide mit 1:0 gegen Pfungstadt und Bonn gewannen; zwei Abstaubertore von Thomas (Thomas R. spielte für Gießen) und Mark im Stile Franks (auf dem leeren Tor warten, bis der Paß kommt). Zum Zuge kamen alle SpielerInnen, auch Knut, der als Frank II auflief, Patrick mit neuer Killer-Kappe und Beate, für die 10 Minuten Spielzeit viel zu wenig waren. Dann war schon Sense, es wurden Zelte gebaut und Patrick brachte erstmal ein paar Torpedos amerikanische Fußballregeln bei. Solange wie der Rasen hielt. Dann Essen, dann Freibier (sicher zu wenig), dann wieder Schlammkätschen mit einem eiförmigen Wurfgeschoß. Das war von außen sehr lustig anzusehen, wer zu schnell war, wurde zum Bob. Am nächsten Morgen, zwei Torpedos hatten wohl kein Zelt oder es nicht mehr gefunden oder nicht mehr geschafft, ging es mit dem Spiel gegen die Mannschaft aus Konstanz weiter. Einigen Spielern dieser Mannschaft mußte vor ihren Spielen noch die Regeln erklärt werden. Dieses Spiel gewannen wir mit 2:0 durch Tore von Heide und Wolli. Im letzten Spiel gegen Duisburg die Tabellenzweiter waren, reichte schon ein Unentschieden für unseren Gruppensieg. So kam es dann auch zum 0:0.

Im Halbfinale wartete dann Obertshausen auf uns. In dieser Mannschaft spielte Ronny und weil die Heide dort trainiert, sollten wir natürlich auch gewinnen. Wir spielten sehr defensiv, hatten wenig richtige Chancen und so endete die reguläre Spielzeit (diesmal 12 Minuten) mit 0:0 (Deutschland führt gerade mit 1:0 gegen Südkorea). Leider machten die Oberthausener dann ein goldenes Tor und versetzten uns damit einen plötzlichen Tod. Schade, aber sie waren leider besser. Das andere Halbfinale hieß Duisburg gegen Duisburg so war unser nächster Gegner schon vor unserem Halbfinale klar. Es wurden im Spiel um Platz 3 die selben Duisburger, die wir schon in der Vorrunde hatten. Doch auch dieses Spiel verloren wir leider mit 0:1. So belegten wir am Ende den vierten Platz nach vielversprechender Vorrunde. Doch bei schönem Wetter und unserer großen Mannschaft, die sich immer wieder aus ganz Deutschland zusammen findet, hat das großen Spaß gemacht.

Thomas J.

Spieler: Antje, Beate, Claudia N., Daniel, Dirk, Heide, Falk, Frank B., Jörg, Knut, Mark, Michael G., Patrick, Thomas J., Wolli


12. Mai 2002

MONTAGMORGENTRAININGSBERICHT

Hallo Ihr lieben,

eigentlich hätte ich es ja wissen sollen. Nachdem am Samstag das Training für die Dienstälteren von uns wohl nur schwer zu verkraften war (danke Antje, Thomas und Claudia für die leider selten gewordene Unterstützung) sah ich mich heute in der Frühe nur einem kleinen Kreis von Willigen gegenüber.

Als ich die verruchte Halle betrat, waberte Nebel über der noch ruhigen Wasserfläche, weit erntfernt waren die gräßlichen Zwerge zu vernehmen, wie sie mit ihren Hämmern und Hacken im Erdreich wühlten und versuchten, in unser Domizil durchzudringen. Doch auch angesichts dieser drohenden Gefahr ließen wir uns nicht davon abhalten, unser brutales und agressives Training durchzuführen, sodaß bald das einzige Geräusch, daß wir vernahmen das Knacken unserer Knochen war. Die wilde Meute sah zu mir und verlangte mit fester Stimme zu Beginn ein Wettschwimmen im Wasser. Während wir unablässig und heldenhaft unsere Bahnen tief im dunklen Tümpel zogen, ohne dem Bedürfnis nach erlösendem Sauerstoff nachzukommen, sah ich, wie sich ein einzelner Sonnenstrahl zu uns auf den Grund verirrte. Sollte das ein Zeichen für uns sein? Ja! Und so versuchten wir tapfer, uns dem verzweifelten Kampf des einen Sonnenstrahles würdig zu zeigen und verdoppelten unsere Anstrengungen.

Nach einer, wie es schien, ewigen Zeit tauchten wir aus dem schwarzen Dunkel wieder auf und mit einem beißendem Gefühl drang Sauerstoff in unsere erschöpften Lungen, ich sah wie Wassertropfen auf der bloßen Haut einiger verdampften. Die Rotte jaulte und wir bereiteten uns auf die Übungen im Kampf Mann gegen Frau vor. Riemen wurden festgezurrt, die Badehose noch einmal verschnürt, nervöse Münder kauten auf Silikon Mundstücken und das Sonnenlicht beleuchtete die bizarre Szenerie. Das letzte , was ich sah, waren einzelne Tropfen auf fremder Haut,die die magische Anziehungskraft des Wassers so wie wir verspürten und langsam über die muskulösen Körper zurück ins Wasser rollten. Und dann, auf ein unausgesprochenes Zeichen hin, folgten wir den Tropfen: Das Wasser begann zu kochen. Ohne Rücksicht auf Verluste des eigenen oder fremden Körpers wurde bis zum äußersten gekämpft, die ganze Gruppe zeigte sich unnachgiebig und zäh wie Leder. Wir waren schnell wie Falken, wendig wie Aale, verbissen wie ein verletzter Puma, rasend wie Bullen und stark wie Bären.

Als dann nach langer Zeit das Wandern der Sonne uns verriet, wie spät es war, schleppten wir unsere geschundenen Körper mit letzter Kraft aus dem Wasser und genossen die kochend heiße Erlösung aus den Duschen- erschöpft aber dennoch zufrieden.

Euer Wolli

P.S. Vielleicht ist ja beim nächsten Training am Montag noch jemand außer mir und Beate da.


3. April 2002

3. Spieltag 2. Bundesliga Nord in Rostock
AUFSTIEG!

Torpedohafter Durchmarsch in die 1. Liga!
13. April 2002

Mit dem grandiosen Sieg über den BUR Berlin 2 feiert Torpedo Dresden den Aufstieg in die 1. Liga. Die letzte Runde in Rostock endete wie alle anderen Runden für Dresden mit einer ungebrochenen Siegesserie ...


Endstand:
PlatzMannschaft TorePunkte
1.Torpedo Dresden 68:620:0
2.BUR Berlin 2 84:316:4
3.Piranhas Paderborn  76:2012:8
4.ST Berlin 44:368:12
5.TC Rostock 071 12:103 4:16
6.DUC Kiel 6:1220:20

Torpedo Dresden in Aktion.


Wieder einmal, ja es ist schon langweilig, muß ich diesen Spielbericht mit dem Hinweis auf den torpedohaften Aufstieg unserer Mannschaft beginnen. Aber nun gibt es dafür ein objektives Kriterium, niemand kann mehr sagen, daß wir uns dabei etwas vormachen. Denn wir haben es geschaft - 1. Liga wir sind dabei!

Noch nach dem Turnier in Dresden sah es nicht sehr gut aus, weil viele dachten, sie könnten in Rostock nicht dabei sein. Doch wir traten wieder fast in Bestbesetzung an. Leider konnten Arman, Micha R., Ronny und Mark nicht kommen, aber dafür dann nächste Saison. Und bitte auch Arman, Du bekommst auch notfalls im Wasser Manndeckung von den eigenen Leuten! :-)

Nachdem unsere doch sehr junge Mannschaft (alle jünger als 25) von unserer schwimmenden Jugendherberge nach toller Stadtrundfahrt in einer palastartigen Schwimmhalle ankam, ging es, wie gewohnt, mit dem Warmmacher aus Paderborn los. Die Piranhas zeigten aber wenig Zähne, wir gewannen das Spiel mit 6:0. Zu diesem Zeitpunkt war Frank noch nicht in der Mannschaft und so übernahm Holger als Abwehrspieler seinen Part und machte zwei Tore. Die anderen Torpedos wurden von Micha G., Wolli, Norbert und Daniel versenkt.

Die Rostocker hatten in ihrer Halle einen wahnsinnigen Aufwand betrieben, mindestens sechs Kameras wurden aufgestellt, davon eine Handkamera und zwei Torkameras im Wasser. Mit professioneller MAZ wurde dann immer die aktuelle Szene auf eine Großbildleinwand übertragen. Das war eine praktische Sache, denn man sah beim Einwechseln genau, wohin man gleich abtauchen muß. Auch sonst war das Tunier perfekt organisiert. Daß der millionenteure, elektronische Hup-Koffer von Peter Zimmert nicht funktionierte, konnten die Rostocker nicht wissen. Das zum Thema: Wenn ein Gerät gut funktioniert, hat es zu wenig Funktionen.

Nun denn, das nächste Spiel war das wichtigste - der BUR wartete. Wir versuchten natürlich mit einer disziplinierten Abwehrstrategie, mindestens zu Null zu spelen. Doch es begann mit einer Schrecksekunde. Der Schiri pfiff Strafstoß gegen Dresden, weil sich Wolli am Tor festgehalten hat. Selbst wenn das so war, die Berliner waren nicht direkt am Tor, es wurde dadurch keine 100%-Chance vereitelt. Aber das war meiner Meinung nach der einzige Fehler der Schiedsrichter, die in Rostock alle sehr gut pfiffen. So mußte dann Dirk als Torhüter 45 Sekunden Schwerstarbeit verrichten und konnte in triumphaler Weise das Tor verhindern. Der Schütze war sauer, Dresden jubelte. Na und dann ging es los. Patrick hatte sich zwei Spieltage für diesen Auftritt geschont und versenkte nach einem Konter den Ball zum 1:0. Jubel an den Bildschirmen in Sachsen... Totenstille in den Bars und Kneipen von Berlin. Danach mußte der BUR kommen, spielte aber ganz phantasielos und ohne richtigen Plan gegen unsere Abwehrtaktik. Zeitweilig konnten wir das Spiel auch in der Mitte des Beckens kontrollieren. Es endete 1:0 für Dresden, der Aufstieg war perfekt. Sektkorken knallten in Dresden, Halle, Aachen, Daubhausen, Radeberg, Erfurt, auch in Berlin, Heidelberg, Zwickau, Chemnitz, Oschatz, Senftenberg, Großräschen, Schlabendorf, in den jeweiligen Partnerstädten und in befreundeten Bruderländern. Wildfremde Menschen lagen sich auf offener Straße in den Armen.

Der Rest des Spieltages wurde dann zur Kür. Aber gegen Connys Truppe wollten wir uns auch keine Blöße geben. Sie hätten bei einem Sieg ein ausgeglichenes Punkteverhältnis gehabt und von ihrem Verein dafür mehr Geld bekommen. Aber warum soll es denen besser gehen als uns? Sie verloren mit 1:0 durch einen Treffer von Thomas R.

Das letzte Spiel gegen Kiel sollte dann auch einfach werden. Die Kieler hatten auch ihr viertes Spiel und waren schon sehr kaputt. So nahmen wir am Ende richtigerweise noch einen Gang raus, denn es machte für Kiel wahrscheinlich auch keinen Spaß mehr. Mit 14:0 durch Tore von Frank, Jens (je 3), Dirk, Thomas J. (je 2), Jörg, Holger, Thomas R., Patrick und Micha G. gewannen wir das letzte Spiel dieser Saison.

Die Saison hörte auf, wie sie begann, alles wurde gewonnen. Eine starke Serie. Dafür kann man sich nur bei allen bedanken, die dabei waren und natürlich auch bei denen, die in anderer Weise uns geholfen haben. Ich finde, wir sind eine ganz starke Truppe, so oder so. (Selbst meine Mutter war nach dem kurzen Zwischenstop an der Autobahn bei Senftenberg, von meinen Teamkollegen begeistert. Sie hat sich schon sonstwas für Sorgen gemacht, mit welchen "Chaoten" ich mich an den Spieltagen immer herumtreibe! :-)

Das einzigste, was wirklich nicht meisterlich an uns ist, ist die schwache Vorstellung nach dem Turnier. Wir müssen unbedingt mal eine Aufstiegsfeier (oder auch nur eine -stunde) zustandebekommen, denn ich persönlich finde es nicht schön, wenn man nach dem Turnier wie auf der Flucht davonstürmt.

Thomas J.


Die Endergebnisse 2. Bundesliga Nord:
Platz Mannschaft TorePunkte
1.Torpedo Dresden 68:620:0
2.BUR Berlin 2 84:316:4
3.Piranhas Paderborn  76:2012:8
4.ST Berlin 44:368:12
5.TC Rostock 071  12:1034:16
6.DUC Kiel 6:1220:20

Torschützenliste:
Frank Bader 10
Michael Grzesiak 10
Dirk Jobes 8
Ronny Meinecke 7
Norbert Marwan 5
Jörg Blechschmidt  4
Holger Köppe 4
Thomas Jordan 3
Jens Mehlmann 3
Thomas Rüstig 3
Falk Brunner 2
Mark Höschel 2
Patrick Konczack 2
Antje Mau 2
Daniel Schaft 2
Heide Böhm 1
Wolfgang Brühan 1
Arman Raphaelian 1
Michael Roewer 0


Die Ergebnisse dieses Spieltages:

BUR II  : Rostock   20 : 0
Paderborn  : Torpedo Dresden   0 : 6
ST Berlin  : Kiel   12 : 0
BUR II  : Torpedo Dresden   0 : 1
Paderborn  : Kiel   8 : 1
ST Berlin  : Torpedo Dresden   0 : 1
Rostock  : Kiel   3 : 0
Paderborn  : BUR II   1 : 3
ST Berlin  : Rostock   3 : 0
Torpedo Dresden  : Kiel   14 : 0

Torschützen:

Paderborn : Torpedo Dresden
Holger Köppe     2
Daniel Schaft     1
Michael Grzesiak     1
Norbert Marwan     1
Norbert Marwan     1

BUR II : Torpedo Dresden
Patrick Konzack     1

ST Berlin : Torpedo Dresden
Thomas Rüstig     1

Torpedo Dresden : Kiel
Frank Bader     3
Jens Mählmann     3
Dirk Jobes     2
Thomas Jordan     2
Holger Köppe     1
Holger Köppe     1
Michael Grzesiak     1
Patrick Konzack     1
Thomas Rüstig     1

21. März 2002

AUS DER HAUPTSTADT

Torpedos sind unbezwingbar

Das wurde gestern wieder offensichtlich, als sich das Sporttaucher-Team mit fünf Spielern dem Hauptstadt-Torpedo Arman und mir als Sparringpartner zur Verfügung stellte. Der geballten Torpedo-Power war kaum etwas entgegenzusetzen. Demzufolge fielen die Tore auch Schlag-auf-Schlag (ich glaube, Arman hat es auch besonders viel Spaß gemacht, den Ball ständig ins gegnerische Tor zu feuern). Fairerweise muß ich aber noch erwähnen, daß Arman und ich Unterstützung durch einen BUR2-Spieler und zwei Senioren hatten - was aber trotzdem keine Unklarheiten darüber ließ, daß man Torpedos im Wasser nicht aufhalten kann.

Norbert


3. März 2002

2. Spieltag 2. Bundesliga Nord in Dresden
TORPEDO UNGESCHLAGEN!

Es folgt nun wieder ein etwas ausführlicherer Spielbericht vom 2.Spieltag in Dresden. Wie immer: subjektiv, mit Mängeln und einem eigenen Fairness-Verständnis. Weil wir an diesem Wochenende auch mit der Organisation zu tun hatten, habe ich auch viele Sachen schon wieder vergessen bzw. gar nicht richtig aufgenommen.

So fällt mir zuerst der Blick vom Meister Scheuermann ein, als ich ihn fragte, ob er eine Hupanlage und Protokolle mitgebracht hatte. Sehr erfreut schaute er nicht drein. So machte sich die Heide mit mir auf dem Weg durch Dresden, um mit Tippex und einem halb beschriebenen Protokoll neue, verwendbare Protokolle zu zaubern. Währenddessen bekamen Beate und Peter eine Einführung in die wundersamen Möglichkeiten des Taschencomputers vom Jens und hatten so am Ende eine manuelle und doch "flexible" Zeitmessung eingerichtet. Daß diese Sachen nicht richtig vorbereitet waren, nehme ich auf meine Kappe. Ich habe einfach nicht daran gedacht, ich hätte mich beim Meister nur melden brauchen und er hätte alles mitgebracht. Beim nächsten Mal wird alles besser! So konnten wir dann aber recht pünktlich beginnen, mit dem ersten Spiel gegen Paderborn. Nun braucht man zum Gegner nicht mehr viel sagen. Es schien aber so, als hätten sie mit der Hallentiefe Probleme, weil sie gerade im ersten Spiel gegen uns immer auf halber Höhe hingen. Doch konnten sie mit ihren schnellen Spielern unsere Abwehr oft in Verlegenheit bringen. So fiel auch das erste Gegentor, aber erst nachdem wir schon mindestens 2:0 führten. Wer unsere Tore in den Spielen gemacht hat, weiß ich gar nicht mehr genau. Es waren insgesamt 33, von denen ich nur weiß, daß Frank wieder x-mal zugeschlagen hat. Und das in seiner spritsparenden Spielweise, sich auf das gegnerische Tor zu legen und auf den Ball zu warten. Und das klappt immer wieder. So besiegten wir Paderborn am Ende mit 3:1 und hatten sie damit deutlicher als in den letzten Vergleichen schlagen können. Im nächsten Spiel gegen Kiel war die Marschrichtung klar. Kiel hatte schon vorher viel Prügel von anderen Teams bezogen. Wir schlugen sie dann auch mit 13:1, obwohl das Gegentor nicht sein mußte und man sich zu oft dem Spiel des Gegners angepaßt hatte. Im letzten Spiel gegen Rostock hatten wir die selbe Ausgangsposition und so gewannen wir auch deutlich mit 17:1. Auch hier war wieder eine Unaufmerksamkeit der Grund für das Gegentor und so richtig ausgespielt haben wir sie auch nicht immer. Dazu kamen noch Strafzeiten für Fouls und Wechselfehler. Trotzdem gewonnen.

Macht am Ende wieder 6 von 6 möglichen Punkten und den Tabellenplatz 1. Nun ist dieser Platz an der Sonne schon recht verlockend aber, um ganz am Ende dort zu stehen, wird es noch sehr schwer werden. So, wie es aussieht, werden wir Personalprobleme in Rostock bekommen und nicht nur im Spiel gegen den BUR II, sondern auch gegen die Sporttaucher und Paderborner wird es nicht einfach werden. Wir werden sehen. Im gleichen Atemzug möchte ich alle auffordern, sich für Rostock anzumelden, damit man die Unterkunft buchen kann. Hartmut von den Rostockern hat mir schon Prospekte von Jugendherbergen mit dem Hinweis auf schnelle Buchung gegeben.

Ich möchte mich auch noch einmal bei allen für die Vorbereitung und Durchführung des Turniers bedanken. Es hat doch am Ende ganz gut geklappt.

Und nun auch noch ein paar Worte zum Amtsantritt. So als Nachfolger bin ich ja in der Lage, mich offiziell bei den ehemaligen Vorstandsmitgliedern Heide und Thomas zu bedanken. Trotzdem ist der Dank natürlich ehrlich gemeint und hätte auch schon viel eher kommen können. Gegen vielerlei Bedenken, Widerstände und oft allein haben sie sich gerade zu Beginn der Vereinsgründung stark um organisatorische Sachen gekümmert und viel durchgesetzt und erreicht, so daß wir nun eine gute Grundlage und Basis haben. Sonst würden wir jetzt immer noch nur auf normalen Turnieren spielen und hätten nicht den ständigen Vergleich in der Liga. Und ich bin der Meinung, daß sich dieser Aufwand gelohnt hat (diese Spitze geht an den Spion A. H. von den Sporttauchern in Berlin). Jetzt wird sich mit mir nichts weiter Großartiges ändern, doch hoffe ich auch auf die Unterstützung und Begeisterung aller für Torpedo, so wie es bisher war.
Also, zusammen werden wir das Kind schon schaukeln.

Thomas J.


Die Ergebnisse dieses Spieltages:

Torpedo Dresden  : Paderborn   3 : 1
Rostock  : BUR II   0 : 14
Kiel  : Paderborn   0 : 17
Rostock  : STBerlin   1 : 8
Kiel  : Torpedo Dresden   1 : 13
STBerlin  : Paderborn   4 : 8
Kiel  : BUR II   1 : 21
Rostock  : Torpedo Dresden   1 : 17
STBerlin  : BUR II   0 : 5
Rostock  : Paderborn   0 : 19

Torschützen:

Torpedo Dresden : Paderborn
Antje Mau     1
Arman Raphaelian     1
Falk Brunner     1

Kiel : Torpedo Dresden
Ronny Meinecke     5
Michael Grzesiak     3
Antje Mau     1
Falk Brunner     1
Heide Böhm     1
Holger Köppe     1
Mark Höschel     1

Rostock : Torpedo Dresden
Frank Bader     4
Dirk Jobes     3
Michael Grzesiak     3
Michael Grzesiak     2
Norbert Marwan     2
Ronny Meinecke     2
Thomas Jordan     1
Thomas Rüstig     1

2. Februar 2002

1. Spieltag 2. Bundesliga Nord in Paderborn
TORPEDOHAFTER LIGA-START

Meldung in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 5. Februar 2002.

Wieder einmal muß man einen Spielbericht unserer Mannschaft mit dem Hinweis auf die Fortsetzung des torpedohaften Aufstieges beginnen. Es ist ja wie an der Börse vor zwei Jahren, nur daß unsere Erfolgsblase hoffentlich nicht platzen wird.

Die Fahrt und Organisation zum Spieltag wahr diesmal ziemlich chaotisch. Deswegen möchte ich darum bitten, daß das nächste Mal (drittes Liga-Turnier in Rostock) sich alle rechtzeitig melden, die mitkommen wollen, alle Auswärtigen ihren Abholort vorher besprechen und vielleicht auch ein wenig koordinieren. Auch die Ankunftszeiten in der Jugendherberge sollten vorher klar sein, damit nicht die Berliner, wie am Freitag geschehen, zwei Stunden bis Mitternacht auf uns warten, um uns den Schlüssel zu übergeben. Vielleicht kann sich Norbert oder Arman nochmal bei ihnen dafür bedanken, weil die Dresdner Fraktion zu schusselig war. Und außerdem sollte man sich schon Tage vorher im klaren sein, ob man denn eine Tauglichkeit hat. Gut, genug gemeckert, es hat ja dann doch (fast) alles noch geklappt und Daniel ist auch trotz heftiger Zweifel, mit welchen Chaoten er sich da eingelassen hat, mitgekommen.

Zum Turnier:
Die Ausgangsposition war wirklich nicht gerade günstig, weil unser Torwart-Personal nicht komplett vertreten war. Heide, Wolli und Falk konnten nicht mitkommen, so daß wir improvisieren mußten. So hatten sich dann auf dem Tor Antje, Dirk und Thomas R.abgelöst, was doch sehr gut funktionierte. Die Abwehr wurde durch Jörg, Micha R., Mark, Arman und Frank zurechtgedackelt. Im Sturm spielten Ronny, Norbert, Daniel, Micha Gr., Jens und Thomas J. Das erste Spiel war glücklicherweise gegen Rostock, so daß unsere typischen Startprobleme nicht so schwer wogen. Hier machten wir gleich mal alles klar, wer im Osten nach vorn gehört und gewannen mit 8:0. Die Tore machten Dirk, Micha Gr., Norbert (jeweils zwei Tore) sowie Jörg und unser Neueinkauf Daniel.

Das zweite Spiel gegen die eigentlichen Helden des Spieltags (Connys Sporttauchertruppe) wurde dann nur sehr knapp gewonnen. Dabei haben sich die Berliner, die vier Spiele machen mußten und nur mit sieben Leuten in Paderborn waren, ganz wacker geschlagen. Die 2:0 Führung durch Frank und Marks Tore glichen sie aus und kamen zum Schluß nach dem 4:2 (noch zweimal Frank!) mit dem 4:3 nochmal ran. Pech hatten sie, als Conny gegen den wieder starken Dirk ein Strafstoß nicht verwandeln konnte. In diesem Spiel konnten wir unsere zahlenmäßige Überlegenheit gerade vor dem Tor nicht ausnutzen, da fehlte der nötige Biß. Am Ende haben wir dann aber trotzdem gewonnen und keiner fragt später mehr danach (hoffentlich).

Naja, und wer A sagt, muß auch B sagen. Das heißt, daß man schon beide Berliner Mannschaften schlagen sollte. Der BUR II hatte eine starke Truppe dabei und Kiel mit 18:0 besiegt (obwohl Kiel eigentlich nichts mehr aussagt, das Sporttaucher-Team gewann mit sieben Spielern gegen Kiel 12:2 und selbst Rostock gewann gegen Kiel 7:2). So wurde unser letztes Spiel gegen den BUR II unser bestes. Die Abwehr funktionierte sehr gut, nach vorn wurde auch gut gespielt, trotzdem war es dann wieder der Schiedsrichter, der die Sache spannend machte, ein Fast-Tor von uns abpfiff und Strafstoß gegen Berlin gab. Den versenkte Dirk in sehr souveräner Weise, der Torwart hatte kein Chance. So stand es 1:0 und mit unserem Prunkstück, der Abwehr, hielten wir das Ergebnis auch bis zum Schluß, ohne noch ernsthaft in Bedrängnis gekommen zu sein. Damit können Norbert und Arman wieder erhobenen Hauptes die Berliner Rugby-Becken unsicher machen, und wir werden mal auf einen Anruf vom BUR I warten. :-))

Fazit: drei Spiele, drei Siege und Tabellenerster.

Noch ein Wort zu den Schiedsrichtern. Ich habe mich schon sehr aufgeregt und werde in den nächsten Spielen ein wenig ruhiger sein, aber die haben doch nur Mist gehupt. Drei oder vier Tore wurden von uns abgehupt und sonst nur Sachen, die man eigentlich nur vom Hallenhalma kennt. Gerade das Paderborner Mädel hatte es auf uns abgesehen und dummerweise durfte sie immer bei uns hupen. Aber egal, die kriegen uns schon nicht klein und unseren unfairen Ruf haben wir sowieso schon weg.

Das nächste Turnier wird von uns in Dresden am 3.3. ausgerichtet und alle, die bei der Vorbereitung mithelfen wollen, sollten sich spätestens zehn Tage vorher mal zusammensetzen.

Thomas J.
Informationsminister


Die Ergebnisse dieses Spieltages:

Paderborn  : STBerlin   10 : 2
Kiel  : BUR II   0 : 18
Torpedo Dresden  : Rostock   8 : 0
Paderborn  : BUR II   0 : 1
Torpedo Dresden  : STBerlin   4 : 3
Paderborn  : Rostock   12 : 0
Kiel  : STBerlin   2 : 12
Torpedo Dresden  : BUR II   1 : 0
Kiel  : Rostock   2 : 7
STBerlin  : BUR II   0 : 3

Torschützen:

Torpedo Dresden : Rostock
Dirk Jobes     2
Michael Grzesiak      2
Norbert Marwan     2
Daniel Schaft     1
Daniel Schaft     1

Torpedo Dresden : STBerlin
Frank Bader     3
Mark Höschel     1

Torpedo Dresden : BUR II
Dirk Jobes     1

24. Januar 2002

Wahl der Mannschaft des Jahres
SCHADE...

Leider sind wir entgegen unseren Erwartungen nur 4. bei der Wahl zur Hochschul-Mannschaft des Jahres geworden. Da muß man doch mal öffentlich fragen, wer da nicht gewählt hat?! Es sind nur 39 Stimmen für uns gezählt worden und das von über 330 abgegebenen Stimmen. Für den dritten Platz hätten ca. 60 Stimmen gereicht ... na ja ich will ja nicht meckern, das Büfett war sehr gut und Getränke gab´s auch umsonst. Ansonsten haben alle Teilnehmer noch ein giftgrünes TU-Tie-Schört bekommen.

Thomas J.


19./20. Januar 2002

Neujahrsturnier in Göttingen
SAGENHAFTER SECHSTER PLATZ

Bevor ich wieder jemanden vergesse, beginne ich mit den Mannschaftsmitgliedern. In Göttingen dabei waren: Heide, Antje, Ronny, Thomas R. und Thomas J., Norbert, Jörg, Mark, Wolli, Falk, Dirk, Frank, Holger, Micha R. Leider konnte Jens nicht mehr mitkommen, weil der Bus zu klein geworden ist.

So ging es für die Dresdner Fraktion Sonnabend 6.30 Uhr los, nachdem Wolli bei wildfremden Leuten noch Telefonterror veranstaltete, um den Mark zu erreichen. In Göttingen waren elf Mannschaften am Start, Mannschaft Nummer zwölf (Schweiz) hatte abgesagt, und so spielten wir in der 6er Gruppe zusammen mit Göttingen I, Mainz, Bonn, Gießen und... na wer fehlt noch? ...natürlich unsere Freunde und Sparringspartner aus Paderborn.

Das erste Spiel gegen Bonn lief so wie fast alle Dresdner Startspiele; Konfusion, wenig Ordnung und keine richtige Mannschaftsaufstellung. So verloren wir dieses Spiel auch mit 1:0. Alle waren der Meinung, daß das zu verhindern war bzw. wir mindestens ein Unentschieden erreicht hätten. Später stellte sich heraus, daß Bonn sehr stark wurde und am Ende den dritten Platz belegte. Im nächsten Spiel hieß der Gegner Mainz. Die Mannschaft war nicht so gut und wir gewannen mit 3:0 durch Tore von Thomas J. und zweimal Dirk. Danach kam es wieder zum Klassiker: TORPEDO : PADERBORN. Wir hatten die letzten 5 Spiele gegen Paderborn gewonnen und diese Serie sollte fortgesetzt werden. Es wurde auch wieder, wie bei alle Klassikern, ein ganz enges Spiel. Mark nutzte mit einem schnellen Konter einen Fehler der Paderborner Abwehr aus und versenkte den Ball im leeren Tor. Dann wurde es wieder eng und zum Schluß gab es auch einen Strafstoß gegen uns. Nachdem Falk den ersten Versuch abgewehrt hatte aber zu weit weg vom Tor war, mußte der Strafstoß dann gegen Dirk wiederholt werden. Und auf ihn ist in solchen Angelegenheiten immer Verlaß, so daß wir das 1:0 nach Hause schaukelten. Sieg Nummer 2. Wahrscheinlich als einzigste Mannschaft nutzten wir die Möglichkeit Spieler während des Spiels einzuwechseln, so daß alle Torpedos spielen konnten. Ich glaube der Wolli ist der Einzigste gewesen, der alle Spiele komplett mitgemacht hatte und dann auch teilweise ohne einen Wechselpartner. Im anschließenden Spiel gegen Gießen sahen wir dann nicht mehr so gut aus und verloren mit 2:0. Mit dieser Niederlage haben wir uns dann aber die Unterstützung der Gießener im Spiel gegen Göttingen I gesichert. In diesem Spiel gegen den amtierenden Hochschulmeister haben wir uns gebessert und die Göttinger eigentlich kontrolliert. So fiel das 1:0 dann nach einer guten Kombination vor dem Göttinger Tor durch Thomas J. In diesem Spiel ist es auch nicht mehr knapp geworden und wenn die Zeitmeßanlage nicht gesponnen hätte, hätte Falks Tor zum Schluß auch noch gegolten.

Mit diesem Sieg, dem dritten Rang und jubelnden Gießenern, die den zweiten Gruppenplatz belegten, stürzten wir uns ins Göttinger Nachtleben. Leider haben die Torpedos nicht den Anspruch in alternativen Wertungen des Turniers vorne mitzumischen, so daß die ersten schon recht zeitig die Kellerparty in PlattenDownTown Göttingen verließen. Dieses zeitige Gehen führte am Sonntag noch zu einem Eklat bei der Siegerehrung.

Zum zweiten Spieltag hatten wir das erste Spiel der Ausscheidungsrunde gegen den Tabellenvierten der B-Gruppe Göttingen II. Na ja , wer Göttingen I schlägt, der schlägt auch Göttingen II und so war es dann auch, als Dirk den Ball zum 1:0 Endstand versenkte. So bekamen wir dann die Chance, den 5. Platz gegen Connys Berliner zu erstreiten. Doch der "Beißer" wollte mehr und so schlugen sie uns leider mit 4:0. In diesem Spiel hatten unser Abwehrsystem nicht mehr so konsequent funktioniert, der Deckel war oft allein und der Dackel an der zu langen Leine.

Revanche können wir dann in der Liga an zwei Berliner Mannschaften üben.

Das witzige an diesem letzten Spiel war, wie sich später herausstellte, daß die fairste Mannschaft die unfairste Mannschaft des Turniers besiegt hatte. Dazu muß ich dann doch etwas sagen:

  1. Die Schiedsrichter-Entscheidungen waren alle sehr schlecht und so unverständlich, daß ich jetzt nicht mal mehr weiß, warum und wann wir Strafzeiten bekommen haben.
  2. Es kann doch bei dieser Sportart nicht sein, daß die fairste Mannschaft gegen die unfairste verliert, oder?
  3. Es ist doch auch als ein Sieg zu werten, diesen "Pokal" zu bekommen; wir werden ernster genommen!

Noch dazu wollten die Gießener bei der Siegerehrung den Pokal der Schlafmützen (Früheste Partyabgänger) unbedingt mit uns teilen. Am längsten haben wie immer die Florentiner durchgehalten, die wohl allein deswegen nach Göttingen kommen. Den Spruch des Siegerehrungsmenschen beim Aufruf von Torpedo Dresden: "...überraschend, wie stark Dresden geworden ist..." werden wir wohl bald nicht mehr hören, wenn es nicht mehr überraschend sein wird, daß wir zu den Favoriten zu gehören. :-))

Thomas J.


PS: Das mit dem letzten Platz in der Fairness-Wertung kann gar nicht sein: Wir haben die ganze Zeit nur in weiss gespielt. Folglich haben wir eine weisse Weste (bzw. Badehose) und irgendjemand wollte uns nur in Verruf bringen. Dafuer haben die Weichherzen aus Berlin jetzt ein Problem. Denn die 1.-Liga-Mannschaft lacht sich schon jetzt fast kaputt darueber, dass Berlin am allerbravsten gewesen sein soll.
Norbert


10. Januar 2002

Training Seestraße, Berlin
SPIONAGEBERICHT

Geheimhaltungsgrad 1
SPIONAGEBERICHT
Training des Zweit-Liga-Teams Sporttaucher Berlin
10.1.2002

Das Team trainiert in einer sehr kleinen Sprunggrube in der Schwimmhalle Seestraße. Der große Nachteil des Beckens ist aber die Ozonreinigung, die sich durch starke Blasenbildung und nebelartiger Schlechtsicht im Wasser äußert.

Als erstes konnte festgestellt werden, daß auch eine andere Konkurrenzmannschaft ihre Spitzel zu diesem Training geschickt hat (BUR 2 mit 2 Spielern). Vom eigentlichen Sporttaucher-Team war nur die halbe Mannschaft da. (Der Rest waren Spione und Senioren.)

Die Mannschaft wird ernsthaft auf die kommende Saison vorbereitet. Das Training begann mit Konditionsübungen und Tauchsprints, die an die heftigeren Dresdner Konditionsübungen erinnerten, die vormals auch in Dresden üblich waren. Durch die vielen Luftbläschen im Wasser und dem damit verbundenen Blindflug (-tauchen) kam es allerdings sehr oft zu Fast-Zusammenstößen mit den entgegenkommenden oder eingeholten Spielern. Auch ist die minimalistische Beckengröße nicht gerade optimal für das Konditionstraining. Danach ging es mit dem Üben von schnellen Contern (zwei Angreifer tauchen mit affenartiger Geschwindigkeit auf den Tormann zu und wollen ein Tor machen) gleich hart zur Sache. Allerdings zeigte sich hier, daß noch einiger Übungsbedarf besteht (gerade bei mir). Die restliche dreiviertel Stunde wurde gespielt (6 gegen 6+1). Wegen dem kleinen Becken glich das ganze eher einem Aquarium voller wildgewordener Piranhas. Nach jedem Tor wurde ein Freistoß geübt (für die Mannschaft, die das Tor kassiert hat).

Die Zweit-Liga-Spieler sind sehr motiviert und fast alle sehr kräftig gebaut. In der Mannschaft gibt es auch Damen-Spieler (wohlgemerkt, amtierende deutsche Meister!). Die Hälfte des gestrigen Teams hat bereits Liga-Spiel-Erfahrung, die anderen Spieler haben aber auch langjährige Erfahrung. Den meisten fehlt allerdings die für Torpedos übliche Schnelligkeit. Einige sind auch im Zuspiel nicht 100%ig sicher. Die Taktik konnte leider nicht ganz in Erfahrung gebracht werden. Es gibt einen Tormann und Links- und Rechts-Spieler. Diese werden jeweils in Sturm und Abwehr aufgeteilt. Der Sechste Spieler ist Tormann-Ablöse und Mittelsturm. Die Verteidigung verläuft nach dem Deckel-Dackel-Prinzip, wobei aber die Abwehrspieler kein Auge aufeinander haben und auch mal zur gleichen Zeit auftauchen.

Ende der Übertragung.

PS: Meine Spionageabsicht ist natürlich nicht unerkannt geblieben. Aber wir lassen uns ja alle gerne in die Karten gucken.

18. November 2001

Lions-Cup in Braunschweig
DER TORPEDOHAFTE AUFSTIEG VON TORPEDO DRESDEN KENNT KEINE GRENZEN

Beim heutigen Lions-Cup in Braunschweig war unsere Abwehr erst im Finale durch ein 0:1 bezwungen worden. Die skandinavische Taktik und unser Einkauf (Es war kein Sprotte zu viel!!!) brachten so gute Ergebnisse, daß wir sogar Gruppensieger in der Vorrunde mit einem Unentschieden und zwei Siegen wurden. Das Halbfinale ging auch an uns, nur im Finale ging etwas schief. Halb so schlimm. Unsere erste sehr gute Plazierung überhaupt.

Ein ausführlicher Bericht folgt später.

Sport frei
Thomas J.


ES IST VOLLBRACHT!

Der erste wirkliche, zählbare Erfolg unserer Mannschaft wurde gestern mit dem 2. Platz beim Lions-Cup in Braunschweig erreicht.

Mit einer hervorragenden Defensive aufgestellt, bekamen wir erst im Finale unser erstes und einziges Gegentor. Und damit ich nicht wieder jemanden vergesse, gleich einmal die Mannschaftsaufstellung.

Gespielt wurde im selben Schwimmbad wie beim Liga-Turnier, also wieder über 21 m. Bei der Gruppenauslosung der 8 Mannschaften (Hannover, Braunschweig, Lübeck, Stelle, Rostock, Paderborn, Bremen/Oldenburg, TORPEDO) bekamen wir schon eine schwierige Gruppe, weil mit Braunschweig und Bremen schwere Gegner drin waren und weil wir gegen Paderborn unseren Ruf wahren mußten. So begann unser Turnier mit dem Spiel gegen Bremen, das wir 0:0 beendeten. Die Abwehr hielt sehr gut, nur war unser Spiel nach vorn noch nicht ausgereift, weil der Weg sehr weit war, besonders für die defensiven Spieler, sich nach vor zu orientieren.

Das zweite Spiel gegen Paderborn mußte natürlich gewonnen werden. Doch gerade die Mannschaft hatte uns am meisten beschäftigt. Trotzdem hatte uns ein Blitzangriff zu Beginn des Spiels, den unser Torpedo Henrik einleitete, ein Strafwurf eingebracht, den er auch gleich verwandelte. Danach mußte noch ein wenig gezittert werden, aber die Abwehr hielt (Paderborn liegt uns, auch bei solchen Spielen). So war die Konstellation in der Gruppe nach 2 Spielen so, daß wir vom ersten bis zum dritten Platz noch alles erreichen konnten. Aber wir wollten mehr! Also spielten wir gegen Braunschweig auch so. In diesem Spiel hatte Braunschweig kaum bis gar keine gefährliche Chance, denn wir machten eigentlich das Spiel und Henrik nutzte einen schnellen Konter von uns zum 1:0. Danach schraubten noch Antje und Dirk das Ergebnis auf 2:0 und Braunschweig spielte anschließend nur noch um Platz 5. Damit waren wir zum ersten Mal Gruppensieger und das ohne ein einziges Gegentor.

Im Spiel gegen den Zweiten der anderen Gruppe (Lübeck) spielten wir 0:0 und mußten dann sofort ins Strafstoßschießen. Hier haben wir wieder unsere Torwartstärken ausgespielt (Dirk hielt zwei Angriffe, Wolli ließ einen rein) und konnten mit zwei fabelhaften Torpedos (Henrik, Patrick, Falk leider nicht) das Finale erreichen.

Dort erwartete uns Hannover, nachdem im Spiel um Platz 3 keine Entscheidung erzielt worden war und auch keine gewollt wurde (so gab es zwei 3. Plätze). Im Spiel gegen Hannover hatten wir diesmal vorn nicht so einen Druck wie gegen Braunschweig aufbauen können und die Hannoveraner nutzten den ersten Fehler aus, den wir in der Abwehr gemacht hatten. Es hatten wieder vier Mann zur selben Zeit gewechselt.

Na ja, egal ... bald ist das Göttinger Turnier! Und da werden wir vielleicht auch etwas reißen können. Auch wenn wir nah dran waren und es etwas enttäuschend war, nicht gewonnen zu haben, gehen wir doch lieber mit langsamen aber stetigen Schritten nach oben.

Ein großer Dank geht natürlich an unseren Henrik, der mit seinen Toren wichtig war und uns auf diese ertstklassige skandinavische Abwehrtaktik eingeschworen hat.

Außerdem haben wir gestern nicht nur eine Papierurkunde und etwas zum Besaufen bekommen, sondern auch einen richtigen Pokal! (Wer will ihn die nächsten drei Jahre putzen?)

Thomas J.


Kommentar von Henrik:

I must say a few things:

Scoring on a penalty is easy, but taking a penalty is difficult, taking two is a job for a hero.

64, minutes of play, one goal, is very good. As long as you follow a good system the teams of the 2nd liga will have great problems with scoring against you as only Hannover who really wanted to attack the goal.

Now we must learn to make goals.






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